Allgemein

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Nach langen und dem Vernehmen nach auch strittigen Diskussionen hat der Wissenschaftsrat mit Datum vom 12. Juli 2013 Empfehlungen zu den Perspektiven des deutschen Wissenschaftssystems veröffentlicht. Ergänzt werden die Empfehlungen um einen kleinen Band mit Hintergrundinformationen.

Seit dem Jahr 2006 hat der Wissenschaftsrat damit mit den „Empfehlungen zur künftigen Rolle der Universitäten im Wissenschaftssystem“, den „Empfehlungen zur Differenzierung der Hochschulen“ (2010) und den „Empfehlungen zur Rolle der Fachhochschulen im Hochschulsystem“ (2010) seine Vorstellungen zur Weiterentwicklung im Hochschul- und Wissenschaftsbereich vervollständigt. Zu den letztgenannten Empfehlungen wurde in diesem Blog bereits berichtet (siehe z.B.: http://www.hopo-blog.de/2010/11/differenzierung_hochschulen/ und http://www.hopo-blog.de/2010/07/empfehlungen-fh/).

In seiner Presseerklärung fokussiert der Wissenschaftsrat seine Empfehlungen sehr stark auf den vorgeschlagenen „Zukunftspakt für das Wissenschaftssystem“ und die damit verbundene Forderung nach einer nachhaltigen Perspektive für das Wissenschaftssystem. Es sind aber eine Reihe von Forderungen und Vorschlägen enthalten, die einer näheren Betrachtung Wert sind.

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Abstract

Die Hochschulrektorenkonferenz hat im Mai 2011 die Sorge formuliert, dass von politischer Seite die Autonomie der Hochschulen wieder eingeschränkt werden könne und eine Renaissance der Detailsteuerung durch die Ministerialbürokratie bevor stehen könnte.

Hintergrund der Debatte ist eine aufkommende Unzufriedenheit auf Seiten der Politik. Diese bezieht sich auf die Tatsache, dass das im Hochschulbereich weitgehend praktizierte Steuerungsmodell des »New Public Management« bislang kaum Ansatzpunkte bietet, strategische hochschulpolitische Ziele umzusetzen. Es lebt eher von der Hoffnung, dass die mit diesem Steuerungssystem verbundene Stärkung des Wettbewerbs per se positiv ist. Am Beispiel des Bundesland Hessen läßt sich aber zeigen, dass das Steuerungssystem lediglich zum Wettbewerb um Studierende und zum Wettbewerb um Drittmittel führt.

Von Seiten der Hochschulen wird bezüglich der Abstimmung von Zielen und der Nachverfolgbarkeit der Zielerreichung zunehmend auf die Implementierung von Qualitätssicherung verwiesen. Allerdings bestehen zum einen Unklarheiten darüber, was jeweils unter Qualitätssicherung verstanden wird und zum anderen lassen sich vor allem langfristige startegische Ziele kaum auf diese Weise validieren. Notwendig erscheint ein erweitertes Verständnis des Aushandlungsprozesses von Entwicklungsplänen und Zielvereinbarungen. Read the rest of this entry »

Auf Basis der Beschlüsse der Europäischen Kommission zur Etablierung eines Europäischen Qualifikationsrahmens läuft seit einiger Zeit auch in Deutschland die Diskussion über die Umsetzung dieser europäischen Vorgabe in einen Deutschen Qualifikationsrahmen. Obwohl diese Diskussion mit Sicherheit große Auswirkungen auf die Hochschulen haben wird, findet sie derzeit kaum Beachtung. Hatte der Senat der Hochschulrektorenkonferenz noch im Februar 2010 sehr kritisch Stellung zum Thema bezogen, liegt nunmehr der dritte Entwurf des Qualifikationsrahmens vor, der wesentliche Forderungen der Hochschulen berücksichtigt. Read the rest of this entry »

Der Wissenschaftsrat (WR) hat am 12. November 2010 seine „Empfehlungen zur Differenzierung der Hochschulen“ vorgelegt. Die am 15. November dazu veröffentlichte Presseerklärung trägt den Titel „Mehr Differenzierung wagen! Wissenschaftsrat plädiert für einen größeren Alternativenreichtum im Hochschulsystem“.

Mit den „Empfehlungen zur künftigen Rolle der Universitäten im Wissenschaftssystem“ aus dem Januar 2006 und den „Empfehlungen zur Rolle der Fachhochschulen im Hochschulsystem“ aus dem Juli 2010 hat sich der Wissenschaftsrat damit in den letzten vier Jahren umfassend mit einer Analyse der Entwicklungen innerhalb des deutschen Hochschulsystems und Vorstellungen zur Entwicklung des selben befasst. Auch wenn sich insbesondere über die Schlussfolgerungen trefflich streiten lässt – und so viel sei vorweg genommen – den Papieren merkt man an, dass genau hierüber wohl heftig gestritten wurde, alle drei Veröffentlichungen gehören sicherlich zur Pflichtlektüre hochschulpolitischer Akteure. Wie die meisten Empfehlungen des Wissenschaftsrats gliedern sich diese in einen Teil A mit einer Kurzfassung, einen Analyse-Teil B und einen Teil C mit den Empfehlungen. Es folgen teils umfangreiche Anhänge, besonders die Anhänge der 2011 erschienenen Empfehlungen sind bemerkenswert umfangreich. Es ist wirklich empfehlenswert, jeweils die Teile B und C einschließlich der Anhänge zu lesen und sich nicht auf die Kurzfassung zu beschränken.
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Der nachfolgende Beitrag wird/ist im Rahmen der Summer Factory des Instituts Solidarische Moderne im Workshop: ‚Die ökonomisierte Hochschule – Zur Situation an den Fachhochschulen: Entwicklung, Probleme, Kritik, Perspektiven‘ am 25. September 2010 diskutiert (worden). Er beschäftigt sich mit der Frage der Ökonomisierung der Hochschulen unter besonderer Berücksichtigung der Fachhochschulen und stellt die Frage nach Kernelementen alternativer Hochschulpolitik. Der Beitrag kann auch als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.

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Das Bundeskabinett hat am 8. September 2010 beschlossen, die Pläne zur Einführung des Nationalen Stipendienprogramms zum Sommersemester 2011 umzusetzen. Im Blog ist dazu bereits berichtet worden.

Eine der skurrielsten und bislang wenig beachteten „Nebenwirkungen“ dieses Beschlusses ist die Tatsache, dass gleichzeitig auch das Büchergeld für die Stipendiatinnen und Stipendiaten der existierenden Begabtenförderungswerke auf 300 Euro erhöht werden muss.

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Der erste Senat des Bundesverfassungsgerichts hat am 13. April 2010 ein Urteil gefällt, in dem grundsätzliche Feststellungen zu Professuren an Fachhochschulen getroffen werden.

Die Leitsätze des Urteils lauten:

1. Fachhochschullehrer, denen die eigenständige Vertretung eines wissenschaftlichen Faches in Forschung und Lehre übertragen worden ist, können sich auf die Freiheit von Wissenschaft, Lehre und Forschung (Art. 5 Abs. 3 GG) berufen.
2. Anweisungen hinsichtlich der Lehre berühren das Recht des Hochschullehrers, sein Fach in Forschung und Lehre zu vertreten.

Auf den ersten Blick erscheinen diese Aussagen nicht besonders schwerwiegend, aber das Urteil hat eine sehr grundsätzliche Bedeutung. Das Urteil selbst ist im Internet auf den Seiten des BVG vollständig veröffentlicht, zusätzlich gibt es eine Pressemitteilung des Gerichts zu den wesentlichen Aussagen. Read the rest of this entry »

Am 9. Juli 2010 wurde im Bundesrat das nationale Stipendienprogramm beschlossen und gleichzeitig der Beschluss zur Erhöhung der Bafög-Sätze vorerst auf Eis gelegt.

Die doch überraschende Zustimmung der Länder ist vor allem deshalb zu Stande gekommen, da die Bundesregierung kurzfristig zugesichert hat, auch den Länderanteil an den Stipendien komplett zu fianzieren. Im beschlossenen Gesetz ist die Übernahme der Länderkosten noch nicht abgebildet, es gibt lediglich die Zusicherung der Bundesregierung.

Es bleiben allerdings ungeklärte Merkwürdigkeiten. Read the rest of this entry »

Der Wissenschaftsrat hat am 2. Juli 2010 seine aktuellen Empfehlungen zur Rolle der Fachhochschulen im Hochschulsystem der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Wissenschaftsrat wurde Ende der fünfziger Jahre von Bund und Ländern gegründet. Er ist ein wissenschaftspolitisches Beratungsgremium, das einen Gesamtüberblick über die wissenschaftliche Arbeit in der Bundesrepublik geben und den Regierungen von Bund und Ländern Vorschläge für die Förderung der Wissenschaft unterbreiten soll.

In etwa zehnjährigen Abständen hat der Wissenschaftsrat jeweils durch Expertengruppen Stellungnahmen zur Entwicklung der Fachhochschulen erarbeiten lassen. Zu nennen sind hier beispielsweise die Studien

Insgesamt gesehen spiegelt das Papier des Wissenschaftsrats die Änderungen des deutschen Hochschulsystems wieder, der „grosse Wurf“ ist es insgesamt aber leider nicht. So zietiert die FR den Sprecher der Fachhochschulen innerhalb der Hochschulrektorenkonferenz, Andreas Geiger mit der Aussage, „Das Papier des Wissenschaftsrats sei zwar prinzipiell erfreulich“, aber das Festhalten am alleinigen Promotionsrecht der Unis sei „überholt“. Read the rest of this entry »

Die Fraktionen von CDU, CSU und FDP haben im Deutschen Bundestag am 18. Juni 2010 mit ihrer Mehrheit einen Gesetzentwurf für die Einführung eines nationalen Stipendienprogramms verabschiedet.

Kern des Entwurfs ist die Einführung eines Stipendienprogramms, durch das bis zu acht Prozent der besten Studierenden an deutschen Hochschulen – unabhängig vom Einkommen der Eltern – ein monatliches Stipendium von 300 Euro erhalten sollen. Das Stipendienprogramm wird von mehreren Seiten kritisiert und die Zustimmung zum Gesetzentwurf im Bundesrat erscheint derzeit alles andere als sicher. Read the rest of this entry »

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