Die Zukünftige Struktur der Hochschullandschaft – Ist die Unterteilung in Fachhochschulen und Universitäten noch sinnvoll

Beitrag für den Workshop zur zukünftigen Struktur der Hochschultypen der LAG Hochschule Grüne/Bündnis 90 Hessen.

Detlev Reymann
Präsident der Hochschule RheinMain
Vorsitzender der Konferenz der Hessischen Fachhochschulpräsidien (KHF)
23 Juni 2012

1 Vorbemerkung

Das Thema der Differenzierung innerhalb der Hochschullandschaft wird in den letzten Jahren intensiv diskutiert. Das hat zum einen mit Entwicklungsprozessen zu tun, die in diesen Jahren statt gefunden haben. Zum anderen damit, dass sich die äußeren Rahmenbedingungen innerhalb der letzten Jahre sehr stark in Richtung Konkurrenz und Wettbewerb entwickelt haben.

Daher ist es außerordentlich zu begrüßen, dass diese Fragestellung im Rahmen dieses Workshops aufgegriffen wird. Wegen der Komplexität des Themas möchte ich mich nicht auf das Impulsreferat beschränken, sondern diese schriftlichen Ausführungen ergänzen.

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Qualitätssicherung als Voraussetzung für Hochschulautonomie?

Abstract

Die Hochschulrektorenkonferenz hat im Mai 2011 die Sorge formuliert, dass von politischer Seite die Autonomie der Hochschulen wieder eingeschränkt werden könne und eine Renaissance der Detailsteuerung durch die Ministerialbürokratie bevor stehen könnte.

Hintergrund der Debatte ist eine aufkommende Unzufriedenheit auf Seiten der Politik. Diese bezieht sich auf die Tatsache, dass das im Hochschulbereich weitgehend praktizierte Steuerungsmodell des »New Public Management« bislang kaum Ansatzpunkte bietet, strategische hochschulpolitische Ziele umzusetzen. Es lebt eher von der Hoffnung, dass die mit diesem Steuerungssystem verbundene Stärkung des Wettbewerbs per se positiv ist. Am Beispiel des Bundesland Hessen läßt sich aber zeigen, dass das Steuerungssystem lediglich zum Wettbewerb um Studierende und zum Wettbewerb um Drittmittel führt.

Von Seiten der Hochschulen wird bezüglich der Abstimmung von Zielen und der Nachverfolgbarkeit der Zielerreichung zunehmend auf die Implementierung von Qualitätssicherung verwiesen. Allerdings bestehen zum einen Unklarheiten darüber, was jeweils unter Qualitätssicherung verstanden wird und zum anderen lassen sich vor allem langfristige startegische Ziele kaum auf diese Weise validieren. Notwendig erscheint ein erweitertes Verständnis des Aushandlungsprozesses von Entwicklungsplänen und Zielvereinbarungen. „Qualitätssicherung als Voraussetzung für Hochschulautonomie?“ weiterlesen

Der Deutsche Qualifikationsrahmen und die Deutschen Hochschulen

Auf Basis der Beschlüsse der Europäischen Kommission zur Etablierung eines Europäischen Qualifikationsrahmens läuft seit einiger Zeit auch in Deutschland die Diskussion über die Umsetzung dieser europäischen Vorgabe in einen Deutschen Qualifikationsrahmen. Obwohl diese Diskussion mit Sicherheit große Auswirkungen auf die Hochschulen haben wird, findet sie derzeit kaum Beachtung. Hatte der Senat der Hochschulrektorenkonferenz noch im Februar 2010 sehr kritisch Stellung zum Thema bezogen, liegt nunmehr der dritte Entwurf des Qualifikationsrahmens vor, der wesentliche Forderungen der Hochschulen berücksichtigt. „Der Deutsche Qualifikationsrahmen und die Deutschen Hochschulen“ weiterlesen

Positionierung der Fachhochschulen in der zukünftigen deutschen Hochschullandschaft

Der nachfolgende Beitrag wird/ist im Rahmen der Summer Factory des Instituts Solidarische Moderne im Workshop: ‚Die ökonomisierte Hochschule – Zur Situation an den Fachhochschulen: Entwicklung, Probleme, Kritik, Perspektiven‘ am 25. September 2010 diskutiert (worden). Er beschäftigt sich mit der Frage der Ökonomisierung der Hochschulen unter besonderer Berücksichtigung der Fachhochschulen und stellt die Frage nach Kernelementen alternativer Hochschulpolitik. Der Beitrag kann auch als PDF-Datei hier heruntergeladen werden.

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Wesentliche Ergebnisse der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

Das Hochschul-Informations-System (HIS) führt alle drei Jahre im Auftrag des Deutschen Studentenwerks eine Sozialerhebung unter den deutschen Studierenden durch. Zweck der Erhebung ist die Beschreibung der wirtschaftlichen und sozialen Lage der Studierenden in der Bundesrepublik. Im Vorwort der aktuellen Ausgabe wird auf die besondere Bedeutung für die bildungs- und hochschulpolitische Debatte hingewiesen: „Die Zeitreihen im Kapitel Bildungsbeteiligung sind zu einem der wichtigsten Indikatoren dafür geworden, ob und in welchem Umfang sich die Chancengerechtigkeit beim Hochschulzugang in Deutschland verändert hat.“

Seit einiger Zeit liegen die Ergebnisse der 19. Sozialerhebung vor, in der die Daten des Jahres 2009 ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden als Kurzfassung, als Langfassung und in länderspezifischen Tabellen im Internet frei zur Verfügung gestellt.

Nachfolgend sollen einige wesentliche Ergebnisse vorgestellt werden. „Wesentliche Ergebnisse der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks“ weiterlesen

Master als Regelabschluss – Positionen der TU9

Die Gruppe der TU9 hat Ende Februar 2010 ein Papier mit Vorschlägen zur „Verbesserung“ des zweistufigen Studiensystems vorgelegt. Die Gruppe der TU9 ist nach eigenen Angaben „der Verband der führenden Technischen Universitäten in Deutschland“. Die Mitglieder können Sie bei Interesse der Webseite der TU9 entnehmen. In diesem Papier sind einige Positionen enthalten, die vor dem Hintergrund der Bologna-Debatte kritisch betrachtet werden sollten und auch in Bezug auf die Entwicklung des Hochschulsystems in Deutschland interessant erscheinen. „Master als Regelabschluss – Positionen der TU9“ weiterlesen